Nach meinem Informationsbesuch im Plochinger Hafen habe ich mich mit einem Schreiben an das Bundesverkehrsministerium gewandt, um Klarheit über die dringend notwendige Sanierung der Schleuse in Oberesslingen zu erhalten. Sie ist eines von nicht sperrbaren, systemkritischen Bauwerken entlang des Neckars, die für die Binnenschifffahrt wichtig sind. Viele Anlagen sind inzwischen in die Jahre gekommen. Bleiben notwendige Modernisierungen aus, könnten mittelfristig Betriebsausfälle oder sogar Sperrungen einzelner Abschnitte drohen – mit Konsequenzen für die Industrie im Neckarraum.
Der Neckar spielt als Wasserstraße eine wichtige Rolle für den Gütertransport und bietet als klimafreundlicher Verkehrsträger großes Potenzial für die Verlagerung von Transporten. Voraussetzung dafür ist jedoch eine leistungsfähige und verlässliche Infrastruktur. Deshalb ist die Sanierung der Schleusen kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, wenn wir den Neckar auch in Zukunft als effizienten Transportweg nutzen wollen.
Zwar erkennt das Bundesverkehrsministerium die Bedeutung des Neckars grundsätzlich an und verweist auf laufende Analysen, etwa zu digitalen Logistik- und Fahrkonzepten. Konkrete Aussagen zur Sanierung der Schleuse in Oberesslingen bleiben jedoch aus. Auf meine Nachfrage, wann und wie die Maßnahmen umgesetzt werden sollen, gab es keine klare Antwort. Auch bleibt offen, ob und in welchem Umfang Mittel aus dem Sondervermögen für die Modernisierung eingesetzt werden. Gerade dafür wurde es nämlich – mit Unterstützung der Grünen – geschaffen.
Funktionierende Wasserstraßen sind ein zentraler Standortfaktor für unsere Region. Deshalb werde ich mich weiterhin für dieses Thema einsetzen.