Bei einem Besuch im Industriegebiet in Oberesslingen habe ich mit Senior-Chef Manfred Scharpf und Betriebsinhaber Daniel Scharpf über den alteingesessenen Familienbetrieb und die Zukunft des Handwerks gesprochen.
1945 gegründet, hat sich der Familienbetrieb vom klassischen Sanitär- und Heizungsunternehmen zum modernen Haustechnikbetrieb mit rund 50 Mitarbeitenden entwickelt. 2023 übergab Manfred Scharpf nach über 60 Jahren die Geschäftsführung an seinen Sohn Daniel, der ihn heute in dritter Generation führt. Dabei verbindet er traditionelles Handwerk mit neuen Technologien – von Heizung und Sanitär über Lüftungs- und Klimatechnik bis hin zu erneuerbaren Energien. Auch die Ausbildung junger Menschen hat einen festen Platz. Gerade startet auch das neue Ausbildungsjahr.
Bei erneuerbaren Energien war die Firma früh aktiv: Bereits 2005 wurde eine Photovoltaikanlage installiert, nun ist eine deutlich größere Anlage geplant. Der Betrieb soll künftig weitgehend autark werden – Klimaschutz und wirtschaftliches Handeln passen gerade für unser Handwerk gut zusammen. Die Wärmepumpe spielt für das Geschäft der Familie Scharpf eine wachsende Rolle: 2025 wurden in Deutschland rund 299.000 Heizungs-Wärmepumpen verkauft, 55 Prozent mehr als im Vorjahr – erstmals der meistverkaufte Wärmeerzeuger. Das bedeutet neue Chancen, aber auch viel Arbeit.
Die Energiewende findet ganz konkret vor Ort statt – in unseren Handwerksbetrieben und auf den Dächern von Unternehmen. Familienbetriebe wie Karl Scharpf verbinden langjährige Erfahrung mit neuen Technologien und Investitionen in die Zukunft. Genau diese Mischung brauchen wir für eine erfolgreiche Energiewende – dafür braucht es aber auch klimapolitische Verlässlichkeit statt Zick-Zack-Kurs. Unser Handwerk ist innovativ und schafft echte Zukunft.