Die Solarfreunde Esslingen zeigen, was eine engagierte Bürgerschaft bewegen kann: Energiewende vor Ort – direkt vom Vereinsdach.
Auf dem Dach des Vereinsheims der Kanu-Vereinigung Esslingen e.V. im Merkel-Park haben sie eine Photovoltaikanlage mit bis zu 60 kWp installiert – genug, um bilanziell 10 bis 15 Wohnungen mit sauberem Strom zu versorgen. Das Ziel: Nicht nur der Verein, sondern auch die weiteren Mieter im Gebäude sollen direkt vom Solarstrom vom eigenen Dach profitieren. Das von den Grünen in der letzten Bundesregierung initiierte Solarpaket eröffnet genau dafür die Möglichkeit gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung – doch in der praktischen Umsetzung gibt es noch Hürden. Darum habe ich mich bereits an Bundeswirtschaftsministerin Reiche gewendet, damit Projekte wie dieses endlich reibungslos starten können.
Ministerin Reiche von der CDU plant leider aktuell, die feste Einspeisevergütung für neue Solaranlagen auf Hausdächern zu ändern oder abzuschaffen. Bisher bekommen Betreiber einer Photovoltaikanlage 20 Jahre lang einen garantierten Preis für den Strom, den sie ins Netz einspeisen. Diese Sicherheit macht die Investition planbar und attraktiv. Fällt die feste Vergütung weg, wissen Hausbesitzer nicht mehr genau, ob und wann sich ihre Anlage rechnet. Das kann dazu führen, dass weniger neue Solaranlagen gebaut werden. Wenn der Ausbau langsamer wird, könnte es schwieriger werden, energiepolitisch unabhängig zu werden und die Klimaziele zu erreichen.
Ein großes Dankeschön an die Solarfreunde um Marco Gölz für die spannende Projektpräsentation vor Ort – und natürlich für den Ausflug aufs Vereinsdach!